En diverse Jrupp vun Lütsch, einige met Rollstuhl, kumme zesamme vor em Hinnergrond vun nem Regeboge, wat „Queer Cities“ symboliseet. En dä Vürderjrund stelle sich zwei Persune noh bei, un halde en jestreifte, bunte Sock zosamme. Op dä linke Sigg jeht en Frau met koote, dunkle Hoor lächelnd vörbei aan nem Mann in nem purpurrote Hoodie, dä ennem Rollstuhl met roter Trimm sitz. Noch wigger links stelle sich Persune Schulter aan Schulter, eine dovun en nem schwarze Anzug. Dä Hinnergrond hät ene doppelte Regeboge met Böje. Witte Icons vun Lütsch en Rollstühle un Pfeile, die noh bovve zeije, begleide dä Regeboge un symbolisiere Barrierefreiheit. En dä linke bovve Eck steiht dä Text „Queer Cities“ en nem marineblau, leicht schräje Schriftart, verziert met Sterne en verschiedene Farve: rot, jell, jrön un lila. Dä Hinnergrond hät en Bokeh-Effekt vun dä Stadtlichter, wat ene sanfte, träumerische Atmosphär schafft. Kölsch jesaat: Dat es en bunt jemischde Huf vun Minsche, einige met Rollstuhl, die zesamme kumme un dä Regeboge als Symbol för „Queer Cities“ han. Vörne stelle sich zwei Persune noh bei un halde en bunte Sock fest. Links jeht en Frau met koote Hoor lächelnd vörbei aan nem Mann en nem purpurrote Hoodie, dä ennem Rollstuhl sitz. Noch wigger links stelle sich Minsche Schulter aan Schulter, eine ennem schwarze Anzug. Dä Hinnergrond hät ene doppelte Regeboge met Böje un witte Icons vun Minsche en Rollstühle un Pfeile, die noh bovve zeije. Bovve links steiht „Queer Cities“ en blau un met bunte Sterncher. Dä Hinnergrond es wii en Traum met Stadtlichter, die verschwimme. inklusion von doppelminderheiten

Inklusion von Doppelminderheiten – Besonderes Angebot für queere Menschen mit Behinderungen

Doppelte Diskriminierung – doppelte Herausforderungen

Menschen, die mehrfacher Diskriminierung ausgesetzt sind, erleben Benachteiligung aufgrund mehrerer Identitätsmerkmale gleichzeitig. Dazu gehören Geschlecht, ethnische Herkunft, Behinderung, sexuelle Orientierung oder sozialer Status. Diese sogenannten “Doppelminderheiten” sind nicht nur einzelnen Diskriminierungsformen ausgesetzt, sondern erleben eine spezifische intersektionale Diskriminierung. Dies bedeutet, dass sich die Diskriminierungen nicht einfach addieren, sondern in ihrer Wechselwirkung zu neuen, eigenständigen Benachteiligungen führen.

Unser Engagement für queere Menschen mit Behinderungen

Queer-Cities e.V. ist eine Regenbogenorganisation, die sich für die Rechte und Sichtbarkeit von queeren Menschen einsetzt. Wir kennen die Herausforderungen, die mit Diskriminierung aufgrund von Geschlecht und sexueller Orientierung einhergehen, und setzen uns aktiv für gesellschaftliche und politische Veränderungen ein.

Mit unserem Projekt „Initiativbewerbung mit Team Behinderte im Queer-Cities e.V.“ richten wir uns nicht ausschließlich an queere Menschen mit Behinderungen, auch wenn diese Gruppe oft von verstärkter Ausgrenzung betroffen ist und eine besondere Unterstützung benötigt. Denn ein gezieltes Angebot ausschließlich an queere Menschen mit Behinderungen, wäre automatisch mit einem „Zwangsouting“ verbunden, was deren Ausgangssituation erschweren würde. Wir gehen davon aus, dass der Queer Cities e.V. allein durch seinen Namen und durch die Bekanntheit in der Regenbogen-Community den queeren Menschen mit Behinderungen besonders zugänglich sein wird.

Zu den größten Herausforderungen zählen:

  • Erhöhte soziale Isolation und mangelnde Anerkennung
  • Fehlende Sichtbarkeit in der Gesellschaft und in queeren Räumen
  • Hürden beim Zugang zu Unterstützung durch unzureichende Angebote
  • Psychosoziale Belastung durch Diskriminierungserfahrungen
  • Erhöhtes Risiko für Gewalt und Diskriminierung im Alltag und Berufsleben

Unser Konzept: Empowerment durch berufliche Chancen

Dank der Förderung durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) haben wir im März 2024 die Machbarkeitsstudie für unser Projekt gestartet. Ziel ist es, Menschen mit Behinderungen den Zugang zum ersten Arbeitsmarkt zu erleichtern und sie nachhaltig zu stärken.

So funktioniert unser Programm:

  1. Gruppentreffen & Empowerment:
    • Wöchentliche Treffen in unseren Räumlichkeiten
    • Austausch über Wünsche, Vorstellungen und Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt
    • Stärkung des Selbstbewusstseins durch Empowerment-Workshops
    • Praktische Erfahrungen in geschützten Rahmenbedingungen (z. B. Büro, Verwaltung, Lagerwirtschaft, Garten- und Landschaftsbau)
  2. Vernetzung mit potenziellen Arbeitgebenden:
    • Identifikation von Unternehmen und Organisationen, die für Inklusion offen sind
    • Analyse der betrieblichen Anforderungen und möglicher Tätigkeitsbereiche
    • Entwicklung individueller Förderpläne für Teilnehmende
  3. Vorbereitung & Qualifizierung:
    • Vermittlung theoretischer Kenntnisse und praktischer Fähigkeiten
    • Förderung von Soft Skills wie Eigeninitiative, Zuverlässigkeit und Selbstorganisation
    • Möglichkeit zur beruflichen Erprobung durch Praktika im Queer-Cities e.V.
  4. Begleitete Vermittlung in den Arbeitsmarkt:
    • Unterstützung in der Kennenlernphase zwischen Arbeitgebenden und Teilnehmenden
    • Abbau von Hürden durch begleitende Beratung und Mediation
    • Nachhaltige Integration durch enge Zusammenarbeit mit Unternehmen

Gemeinsam für mehr Chancengleichheit und Inklusion von Doppelminderheiten

Unser Ziel ist es, nicht nur individuelle Karrieren zu fördern, sondern auch gesellschaftliche Strukturen inklusiver zu gestalten. Wir setzen uns für eine Arbeitswelt ein, in der queere Menschen mit Behinderungen gleichberechtigte Chancen haben und ihre Potenziale entfalten können.