Heike zeigt auf einen Monitor, und lässt dabei die Inklusion stärken mit ihrer Superkraft. Thorsten guckt zu den Monitor und lernt sehr viel dabei.

Vielfalt leben, Inklusion stärken – Die Idee

Queer Cities e.V. ist ein Partnerschaftsverein, der sich aktiv gegen Diskriminierung in all ihren Formen stellt. Gegründet im Jahr 2022 als Regenbogenorganisation, setzen wir uns für eine offene und inklusive Gesellschaft ein – für alle Menschen, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Identität, Religion, Behinderung, Alter oder anderen Merkmalen.

Inklusion stärken ist unser Fokus, denn echte Vielfalt bedeutet, dass alle Menschen gleichberechtigt teilhaben können. Gerade queere Menschen mit Behinderung erleben oft Mehrfachdiskriminierung – dem setzen wir uns aktiv entgegen.

Unsere Mission: Inklusion stärken!

  • Bewusstsein schaffen: Wir sensibilisieren für Diskriminierung und setzen uns für Chancengleichheit ein.
  • Gemeinschaft stärken: Wir organisieren Veranstaltungen und Projekte, die ein respektvolles und offenes Miteinander fördern.
  • Arbeitswelt verändern: Mit unseren Workshops zu Diversity & Inklusion unterstützen wir Unternehmen dabei, eine inklusive Unternehmenskultur zu schaffen.

Alle ist bei uns willkommen – ob du dich engagieren möchtest, Unterstützung suchst oder einfach mehr über Diversity und Inklusion erfahren willst. Gemeinsam können wir etwas bewegen!


Unser Projekt: “Initiativbewerbung mit Team Behinderte”

Unser Projekt entstand aus dem 2018 gegründeten „Team Behinderte“, das ursprünglich als Teil des CSD Bremen + Bremerhaven e.V. aktiv war. Ziel war es zunächst, Menschen mit Behinderung die aktive Teilnahme am CSD in Bremen zu ermöglichen – mit barrierefreien Anlaufstellen, Begleitservices und einem eigens organisierten Bus in Zusammenarbeit mit der BSAG. Seit 2022 ist dieser Bus ein fester Bestandteil des CSD.

Doch unsere Vision reichte weiter: Viele Teammitglieder arbeiten in Werkstätten für Menschen mit Behinderung, wünschen sich aber eine echte Teilhabe am ersten Arbeitsmarkt.

Herausforderungen der Arbeitswelt

In Deutschland verdienen Beschäftigte in Werkstätten für Menschen mit Behinderung durchschnittlich nur 1,30 Euro pro Stunde – eine Entlohnung, die kaum als Anerkennung der Arbeitsleistung gelten kann. Diese finanzielle Abhängigkeit führt oft dazu, dass Menschen mit Behinderung in einer Parallelgesellschaft leben, in der viele Lebensbereiche fremdbestimmt sind – von Freizeitaktivitäten bis hin zu Wohnmöglichkeiten.

Dabei sind Erfolg, Freiheit und Unabhängigkeit grundlegende Bedürfnisse aller Menschen. Doch obwohl Werkstätten eigentlich dazu dienen sollen, Menschen auf den ersten Arbeitsmarkt vorzubereiten, erhalten weniger als 1 % der rund 320.000 Beschäftigten tatsächlich eine solche Chance.

Unser Beitrag zur Veränderung

Deutschland hinkt in Sachen Inklusion deutlich hinterher, obwohl das Recht auf selbstbestimmte Arbeit in der UN-Behindertenrechtskonvention festgeschrieben ist. Um echte Teilhabe zu ermöglichen, müssen Unternehmen und Gesellschaft neue Wege gehen die Inklusion stärken.

Auch wir waren anfangs nicht sicher, inwieweit die Integration von Menschen mit Behinderung in klassische Unternehmensstrukturen gelingen kann – mit festen Zeitvorgaben, Leistungsdruck und Hierarchien. Doch unser Verein hat bewiesen: Es geht!

Im August 2022 haben wir einen Arbeitsplatz für behinderte Menschen geschaffen – einen Außenarbeitsplatz für unseren Online-Shop in Kooperation mit der Werkstatt „Elbe-Weser-Welten“. Die Erfahrungen aus diesem Projekt haben uns gezeigt, welche Unterstützung und Rahmenbedingungen es braucht, um Menschen mit Behinderung erfolgreich in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren.

Von der Idee zur geförderten Machbarkeitsstudie

Soziales Engagement und betriebswirtschaftlicher Erfolg schließen sich nicht aus. Diese Überzeugung hat auch politisches Interesse geweckt: Im Sommer 2023 haben wir die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa auf unser Konzept aufmerksam gemacht. Das Ergebnis: Unser Ansatz wurde im Rahmen des ESF-Projektes „Initiativbewerbung mit Team Behinderte“ mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt.

Unser Ziel ist es, Menschen mit Behinderung nicht nur den Zugang zum Arbeitsmarkt zu erleichtern, sondern langfristige, nachhaltige Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen. Kurzgesagt: Inklusion stärken.